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Erneuter Anstieg der Arbeitslosigkeit an der Saar

Abstand zum Bund unverändert

28.02.2006

Der Saar-Arbeitsmarkt konnte sich im Februar von dem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn noch nicht erholen. Im Gegenteil: Die Arbeitslosenquote ist im Saarland weiter angestiegen. Allerdings ist die Zunahme von 0,1 Punkten im Februar auf jetzt 11,9 Prozent nur geringfügig und folgt dem Bundestrend; in den westdeutschen Ländern stieg die Quote im Gleichschritt auf 11,5 Prozent. Der Abstand zum westdeutschen Durchschnitt beträgt damit unverändert 0,4 Prozentpunkte. Er liegt aber deutlich unter Vorjahresniveau (0,7 Prozentpunkte) und bezeugt damit die vergleichsweise gute Performance des Saar-Arbeitsmarktes gegenüber dem Bund im vergangenen Jahr. Dies zeigt auch der Vorjahresvergleich der Quoten: Gegenüber Februar 2005 sank die Arbeitslosenquote im Saarland um 0,4, in Westdeutschland dagegen nur um 0,1 Punkte.

Schaubild: Erneuter Anstieg der Arbeitslosigkeit an der Saar – Abstand zum Bund unverändert

Der, für die ungünstige Entwicklung im Januar wesentlich verantwortliche, starke Anstieg der Arbeitslosigkeit älterer Menschen ist im Februar praktisch zum Stillstand gekommen. Eine beginnende Trendumkehr wie im Bund konnte an der Saar allerdings noch nicht beobachtet werden. Doch auch im diesem Segment des Arbeitsmarktes hat das Saarland im längerfristigen Vergleich zum Bund immer noch die Nase vorn: Bei den über 55-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit im Saarland binnen Jahresfrist „nur“ um 1,3 Prozent (Bund: plus 3,9 Prozent).

Auch für jugendliche Arbeitslose sieht die längerfristige Entwicklung an der Saar besser aus als im Bund. Zwar stieg die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen im Vormonatsvergleich an der Saar fühlbar stärker als im Bund (Saar 7,8 Prozent, Bund 4,2 Prozent), im Vorjahresvergleich jedoch konnte das Saarland seine bundesweite Spitzenposition bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit behaupten. Das Minus von 28 Prozent an der Saar liegt deutlich über der Verringerung der Arbeitslosigkeit dieser Altersgruppe im Bund (minus 14,6 Prozent). Nur Bremen ist mit minus 33,7 Prozent weiterhin Spitzenreiter unter den Ländern.

Im Länderranking konnte das Saarland den fünften Platz behaupten. Der Rückstand zum viertplazierten Hessen blieb wie auch der Vorsprung gegenüber dem Bundesdurchschnitt unverändert bei 0,5 bzw. 1,7 Prozentpunkten.

Schaubild: Saarland im Länder-Ranking weiter auf dem fünften Platz

Weitere Informationen:
Dr. Uwe Rentmeister
(06 81) 95 20-4 00