Saarländische Umweltdienstleister – auf vielen Feldern zuhause
Der Markt für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen
bietet innovativen Unternehmen weiterhin gute
Entwicklungsaussichten. Saarländische Unternehmen erzielten mit
der Produktion von Umweltschutzgütern, dem Bau von Anlagen des
Umweltschutzes und mit Umweltdienstleistungen 1998 einen
Jahresumsatz von deutlich mehr als einer Milliarde DM.
14.05.2001
Die Palette der angebotenen Dienstleistungen reicht von der Entsorgung und Verwertung über Analysen bis zur umfassenden Umweltberatung. Zahlreiche Unternehmen haben sich auf die Felder Wiederverwertung und Recycling spezialisiert; hierin spiegelt sich der ungebrochene Trend der Wirtschaft wider, Produktionsrückstände nicht einfach als Abfall zu beseitigen, sondern auf hohem Niveau ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu verwerten. Im Saarland finden sich in diesem Bereich eine Reihe besonders innovativer Unternehmen, die eine Verwertung mit anspruchsvoller Technologie betreiben, darunter etwa das nahezu vollständige Recycling von Kühlschränken, Filmabfällen, Emulsionen und Computerbildschirmen.
Fast 30 Unternehmen bieten ein vielfältiges Angebot an Analysen und Beratungsdienstleistungen. Neben chemischen und physikalischen Untersuchungen, etwa im Bereich Abwasserüberwachung oder Emissionsschutz, umfasst die Palette die Entwicklung betrieblicher Umweltschutzkonzepte bis hin zur Managementberatung angeboten. Auffallend ist dabei der Trend zu integrierten Konzepten: Zunehmend werden Managementsysteme für den Umweltschutz in Kombination mit Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement angeboten.
Insgesamt ist die Branche der Umweltdienstleister im Saarland ausgesprochen mittelständisch geprägt: Die große Mehrzahl der Unternehmen beschäftigt weniger als 20 Mitarbeiter. Viele Betriebe sind inzwischen im „Umweltforum Saarland“ organisiert, das von ZPT und IHK gemeinsam betreut wird; es bietet nicht nur Information und Erfahrungsaustausch, sondern organisiert auch kleinere Kongresse und Fachmessen. Trotz des zunehmenden Wettbewerbs beurteilt ihre Branche ihre Zukunftsaussichten recht zuversichtlich.
Abfallpolitik und kommunale Konkurrenz behindert den Wettbewerb
Umweltdienstleister, so die IHK, haben es allerdings nicht leicht im Saarland: „ Denjenigen, die im Bereich Entsorgung und Recycling tätig sind, macht hierzulande vor allem das landesweite Monopol des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsverbandes, das Quasi-Monopol seiner scheinprivatisierten Töchter und eine restriktive Abfallpolitik zu schaffen.“ Dies bekämen vor allem innovative Unternehmen zu spüren, die mit neuen Ideen und neuen technischen Verfahren mehr Umweltschutz zu niedrigeren Kosten verwirklichen könnten. Deshalb setzt sich die IHK weiterhin für die Abschaffung von Anschlusspflichten, für die weitgehende Privatisierung der Entsorgung und für die Einschränkung wirtschaftlicher Tätigkeiten der Kommunen ein.
Der vollständige Text des Branchenberichts mit zahlreichen
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