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Usbekistan - Markterkundungsreise vom 26. bis 31. Oktober 2015
02.06.2015
Vom 26. – 31. Oktober 2015 führt die Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU 2015 eine durch das BMWi geförderte Markterkundungsreise nach Usbekistan durch.
Die Reise soll teilnehmenden deutschen Unternehmen aus den Bereichen Infrastruktur, Wasserwirtschaft, Abfall & Recycling, Bauwirtschaft, Maschinen- und Anlagenbau branchenspezifische Informationen zu Usbekistan zu seinen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen vermitteln.
Vor Ort können sich die Unternehmen über konkrete Marktchancen, künftige Marktentwicklungen, technische und logistische Voraussetzungen für einen Markteinstieg sowie über kulturelle und andere Besonderheiten Usbekistans informieren.
Gespräche mit Entscheidungsträgern in usbekischen Ministerien und Behörden ermöglichen wichtige Kontakte und Zugang zu Projekten.
Durch die Teilnahme am 5. Tag der Deutschen Wirtschaft in Taschkent werden die mitreisenden Unternehmen Kontakte zu bereits im Lande befindlichen deutschen und internationalen Unternehmen sowie Vertretern usbekischer Ministerien und Unternehmen erhalten, die bei einer künftigen Marktbearbeitung relevant sind. Regionale Schwerpunkte der Reise sind die Städte Taschkent und Samarkand.
Zum Hintergrund:
Durch steigende Exporte von Agrarprodukten und Industrieerzeugnissen sowie wachsende Importe vor allem von Investitionsgütern und Zwischenprodukten gewinnt die Logistikbranche in Usbekistan an Bedeutung. Die aktuellen zentralen Projekte für den Ausbau der Transportinfrastruktur sind in einem mittelfristigen Branchenprogramm (2011/12 bis 2015) verankert. Dessen Schwerpunkte sind der Bau von 2.300 Kilometern Straße, Gleiserneuerungen sowie der Schienenstreckenausbau und die Bahnelektrifizierung. Das Bauvolumen für die Errichtung und Modernisierung von Autobahn- und Fernverkehrsstraßenlag 2014 bei rund 200 Mio. Euro. Etwa 20 Mio. Euro flossen in den Kauf von Straßenbautechnik. Seit 2010 legen die Investitionen in der Bausparte im Schnitt pro Jahr um ein Zehntel bis ein Sechstel zu.
In die Sparte Wasser/Abwasser will Usbekistan 2013 bis 2015 circa 1,4 Mrd. USD investieren. Große Industriebetriebe wie die Ölraffinerie Fergana oder das Bergbaukombinat Navoi haben bereits wassersparende und Wasserreinigungstechnologien eingesetzt.
Im Rahmen eines zentralen Programms für die Abfallwirtschaft für 2014 bis 2015 sollen bestehende Deponien für Haushaltsabfälle modernisiert und neue errichtet sowie 12.500 Abfallcontainer beschafft werden. Darüber hinaus sieht es Investitionen in Müllfahrzeuge vor.
Seit 2006 hat Usbekistan eine Strategie für Abfallmanagement. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Deponien für Siedlungsabfälle saniert und erweitert. 2014 wurde landesweit die Mülltrennung angeordnet, die entsprechende Regierungsverordnung gilt verpflichtend für alle Haushalte, Unternehmen und Organisationen. Getrennt entsorgt werden müssen demnach Kunststoff, Metall, Glas, Papier und Bio- sowie Restmüll. Damit soll die Voraussetzung zum Recycling von Abfällen geschaffen werden. Usbekistan will so wichtige Rohstoffe wie PET selbst produzieren, statt sie zu importieren.
Die usbekische Bauwirtschaft hat 2014 im Vergleich zu 2013 um etwa 12 bis 14 Prozent zugelegt. Motoren dieser Entwicklung sind weiter wachsende Investitionen in der Industrie, in der Energie-, Transport- und kommunalen Infrastruktur, in der Bodenbewässerung sowie zum Teil auch im Wohnungsbau.
Neben dem Ausbau der landesweiten Infrastruktur spielen die Stadt- und Verkehrsplanungskonzepte für die zwei größten Städte des Landes, die Hauptstadt Astana sowie Almaty im Süden Kasachstans, eine wichtige Rolle.
Das Gros der jährlichen Ausgaben der Unternehmen für Maschinen, Anlagen und Ausrüstungen konzentriert sich auf den Brennstoff- und Energiekomplex, der 2013 knapp ein Viertel des gesamten Industrieaufkommens ausmachte. Bedeutende Abnehmer sind zudem Metallverarbeitung, Elektro- und Kfz-Industrie, Lebensmittelwirtschaft, Leichtindustrie, Buntmetallurgie sowie die Chemie und Petrochemie. Mittelfristige Regierungsprogramme versprechen Liefer- und Kooperationschancen bei der Modernisierung und dem Ausbau der Branchen Gas- und Chemie-, Textil- und Bekleidungsindustrie, Nahrungsmittelwirtschaft, Erzbergbau und Hüttenwesen, Kohlebergbau oder Baugewerbe.
All dies sind wichtige Anknüpfungspunkte für deutsche Unternehmen, die bei entsprechender Vorbereitung und Beachtung landestypischer Besonderheiten in Usbekistan einen interessanten Markt bearbeiten können.
Ansprechpartner:
Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien
Jörg Hetsch
Kurmangasi Str.84 A
050022 Almaty / Kasachstan
l@ahk-za.com
Die Reise soll teilnehmenden deutschen Unternehmen aus den Bereichen Infrastruktur, Wasserwirtschaft, Abfall & Recycling, Bauwirtschaft, Maschinen- und Anlagenbau branchenspezifische Informationen zu Usbekistan zu seinen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen vermitteln.
Vor Ort können sich die Unternehmen über konkrete Marktchancen, künftige Marktentwicklungen, technische und logistische Voraussetzungen für einen Markteinstieg sowie über kulturelle und andere Besonderheiten Usbekistans informieren.
Gespräche mit Entscheidungsträgern in usbekischen Ministerien und Behörden ermöglichen wichtige Kontakte und Zugang zu Projekten.
Durch die Teilnahme am 5. Tag der Deutschen Wirtschaft in Taschkent werden die mitreisenden Unternehmen Kontakte zu bereits im Lande befindlichen deutschen und internationalen Unternehmen sowie Vertretern usbekischer Ministerien und Unternehmen erhalten, die bei einer künftigen Marktbearbeitung relevant sind. Regionale Schwerpunkte der Reise sind die Städte Taschkent und Samarkand.
Zum Hintergrund:
Durch steigende Exporte von Agrarprodukten und Industrieerzeugnissen sowie wachsende Importe vor allem von Investitionsgütern und Zwischenprodukten gewinnt die Logistikbranche in Usbekistan an Bedeutung. Die aktuellen zentralen Projekte für den Ausbau der Transportinfrastruktur sind in einem mittelfristigen Branchenprogramm (2011/12 bis 2015) verankert. Dessen Schwerpunkte sind der Bau von 2.300 Kilometern Straße, Gleiserneuerungen sowie der Schienenstreckenausbau und die Bahnelektrifizierung. Das Bauvolumen für die Errichtung und Modernisierung von Autobahn- und Fernverkehrsstraßenlag 2014 bei rund 200 Mio. Euro. Etwa 20 Mio. Euro flossen in den Kauf von Straßenbautechnik. Seit 2010 legen die Investitionen in der Bausparte im Schnitt pro Jahr um ein Zehntel bis ein Sechstel zu.
In die Sparte Wasser/Abwasser will Usbekistan 2013 bis 2015 circa 1,4 Mrd. USD investieren. Große Industriebetriebe wie die Ölraffinerie Fergana oder das Bergbaukombinat Navoi haben bereits wassersparende und Wasserreinigungstechnologien eingesetzt.
Im Rahmen eines zentralen Programms für die Abfallwirtschaft für 2014 bis 2015 sollen bestehende Deponien für Haushaltsabfälle modernisiert und neue errichtet sowie 12.500 Abfallcontainer beschafft werden. Darüber hinaus sieht es Investitionen in Müllfahrzeuge vor.
Seit 2006 hat Usbekistan eine Strategie für Abfallmanagement. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Deponien für Siedlungsabfälle saniert und erweitert. 2014 wurde landesweit die Mülltrennung angeordnet, die entsprechende Regierungsverordnung gilt verpflichtend für alle Haushalte, Unternehmen und Organisationen. Getrennt entsorgt werden müssen demnach Kunststoff, Metall, Glas, Papier und Bio- sowie Restmüll. Damit soll die Voraussetzung zum Recycling von Abfällen geschaffen werden. Usbekistan will so wichtige Rohstoffe wie PET selbst produzieren, statt sie zu importieren.
Die usbekische Bauwirtschaft hat 2014 im Vergleich zu 2013 um etwa 12 bis 14 Prozent zugelegt. Motoren dieser Entwicklung sind weiter wachsende Investitionen in der Industrie, in der Energie-, Transport- und kommunalen Infrastruktur, in der Bodenbewässerung sowie zum Teil auch im Wohnungsbau.
Neben dem Ausbau der landesweiten Infrastruktur spielen die Stadt- und Verkehrsplanungskonzepte für die zwei größten Städte des Landes, die Hauptstadt Astana sowie Almaty im Süden Kasachstans, eine wichtige Rolle.
Das Gros der jährlichen Ausgaben der Unternehmen für Maschinen, Anlagen und Ausrüstungen konzentriert sich auf den Brennstoff- und Energiekomplex, der 2013 knapp ein Viertel des gesamten Industrieaufkommens ausmachte. Bedeutende Abnehmer sind zudem Metallverarbeitung, Elektro- und Kfz-Industrie, Lebensmittelwirtschaft, Leichtindustrie, Buntmetallurgie sowie die Chemie und Petrochemie. Mittelfristige Regierungsprogramme versprechen Liefer- und Kooperationschancen bei der Modernisierung und dem Ausbau der Branchen Gas- und Chemie-, Textil- und Bekleidungsindustrie, Nahrungsmittelwirtschaft, Erzbergbau und Hüttenwesen, Kohlebergbau oder Baugewerbe.
All dies sind wichtige Anknüpfungspunkte für deutsche Unternehmen, die bei entsprechender Vorbereitung und Beachtung landestypischer Besonderheiten in Usbekistan einen interessanten Markt bearbeiten können.
Ansprechpartner:
Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien
Jörg Hetsch
Kurmangasi Str.84 A
050022 Almaty / Kasachstan
l@ahk-za.com